Alle Infos zu den 10 Spielorten der Uefa Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich.

Frankreich

Wenn es um das Thema Urlaub geht, dann gehört Frankreich mit Sicherheit zur engeren Auswahl von potentiellen Urlaubern. Das Land besticht mit einer unglaublichen Vielfalt an Kultur, Sehenswürdigkeiten und Menschen. Denn das Leben in den Großstädten wie Paris oder Marseille ist ein ganz anderes wie in der berühmten französischen Provence im Südosten des Landes. Damit verbunden sind die gegensätzlichen Lebensweisen einer modernen Stadt bzw. einer ruhigeren Landschaft.

Im Allgemeinen ist Frankreich ein demokratischer Staat im Westen Europas. Aufgrund diverser Ereignisse in der Geschichte des Landes gehören auch einige Überseeinseln zu dieser Nation. Frankreich hatte in den vergangenen Jahrhunderten oftmals eine Vormachtstellung im europäischen Raum. Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert herrschte die Nation über große Teile Nordamerikas. Diese dominante militärische als auch politische Position weitete sich bis in das 20. Jahrhundert aus. In dieser Zeit war Frankreich zum zweitgrößten Kolonialreich der Geschichte gewachsen, wobei viele Inseln und Regionen in Westafrika, Süd-Ost Asien sowie der Karibik annektiert wurden.

Paris Hauptstadt Frankreich

Geografisch gesehen liegt Frankreich zwischen Belgien und Spanien. Weitere Nachbarländer sind die Schweiz, Italien sowie Luxemburg. Es ist das größte Land der europäischen Union mit einer Fläche von ca. 668.763 km². Die Einwohnerdichte des Landes beträgt per Januar 2012 ungefähr 97 Einwohner pro km². Demnach ist im selben Zeitraum die Anzahl an Einwohnern bei knapp 65 Millionen Menschen angekommen. Frankreich ist ein Land der europäischen Union und besitzt seit Einführung der Gemeinschaftswährung den Euro als offizielles Zahlungsmittel.

Politisch gesehen wird die Nation derzeit von François Hollande regiert. Seit dem 15. Mai 2012 regiert der Politiker der sozialistischen Partei (PS) als 24. Staatspräsident in Frankreich. Das Land hat einige wichtige bzw. große Städte, welche es zu erwähnen gibt. Darunter zählen natürlich die Hauptstadt Paris mit fast 2,5 Millionen Einwohnern als auch Marseille und Lyon. Verglichen mit der Hauptstadt umfasst Marseille als zweitgrößte Stadt Frankreichs ein knappes Drittel an Einwohnern (850.000) und Lyon ca. ein Fünftel (500.000) von Paris.

Klimatisch gesehen ist Frankreich überwiegend der gemäßigten Klimazone zuzuordnen. Der Südosten des Landes gehört allerdings schon zum Mittelmeerraum. In der zuletzt genannten Region herrschen oftmals trocken heiße Sommer und eher milde Winter. Der Großteil Frankreichs hat ansonsten relativ mildes Wetter, wobei je nach Region unterschiedliche Bedingungen vorherrschen. Der Nordwesten ist geprägt von nass kalten Strömungen, während der Nordosten-/Osten überwiegend trockeneres Kontinentalklima zu verzeichnen hat. Je nach Reisezeitpunkt und Vorstellungen hat das Land demnach für jeden Urlauber das passende Wetter zu bieten. Zum Schluss sollen noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs betrachtet werden.

Auch hier ist für jeden das passende Reiseziel dabei. Frankreich bietet neben seinen Großstädten auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, bei denen keine Langeweile aufkommen wird. Der Blickpunkt Nummer 1 ist natürlich der Pariser Eifelturm. Er ist das Wahrzeichen Frankreichs. Daneben ist die Stadt Paris auch zum Einkaufen und Flanieren definitiv einen Besuch wert. Des Weiteren ist mit Sicherheit das Schloss Versailles eine wichtige Anlaufstelle für Touristen. Es gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO und begeistert durch seine prächtige Bauweise. Zudem sind mit Versailles einige historische Eckpunkte zu verbinden, zum Bespiel der Versailler Vertrag oder der berühmte Sonnenkönig Ludwig der XVI.

Für einen Familienausflug ist das Disneyland Paris zu empfehlen. Der Freizeitpark zählt zu den größten und bekanntesten seiner Art und bietet zahlreiche Abwechslungsmöglichkeiten. Einen Tipp gibt es noch für Fans des Radsports. Die Tour de France. Sie findet regelmäßig statt und ist auf der ganzen Welt bekannt sowie für alle Beteiligten von hoher Bedeutung.

Toulouse

Toulouse Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Toulouse eine schöne vielfältige Stadt in Frankreich die auf eine lange Geschichte zurück blickt. Sie eignet sich hervorragend für eine Städtereise. Toulouse ist mit ca. 400.000 Einwohnern die viert größte Stadt in Frankreich. Die Fläche Toulouse beträgt 118.000km². Sie liegt im Südwesten Frankreichs und wird auch La ville rosa, zu deutsch die Rosafarbene Stadt genannt. Das kommt durch die roten Backstein Bauwerke die das Stadtbild prägen.

Die Stadt Toulouse blickt auf eine 2000 jährige Geschichte zurück. Durch die verschiedenen Epochen die Toulouse erlebt hat, wurde das Stadtbild geprägt. Die Infrastruktur der Stadt ist hervorragend, so ist sie durch den Flughafen für Reisende hervorragend zu erreichen ist. Das Klima ist in den Sommermonaten sehr heiß und liegt bei ca. 28 grad Celsius, im Winter beträgt die durchschnittliche Temperatur ca. 9 grad Celsius.

Eine Reise nach Toulouse lohnt sich, es gibt sehr viel zu entdecken. So ist Toulouse berühmt für seine sehr gute Rugbymannschaft. Es wird wohl nirgendswo anders so leidenschaftlich Rugby gespielt wie in Toulouse, ein Besuch im Stade Ernest-Wallon dem Stadion lohnt sich für alle Sportbegeisterte unter Ihnen. Über den Canal latéral à la Garonne lässt sich die Stadt auch vom Wasser aus erkunden. Sehenswürdigkeiten wie die Pont Neuf, die älteste Brücke, die über die Garonne führt, sind ein muss auf der Reise durch Toulouse. Genauso wie das Wahrzeichen der Stadt Toulouse die Basilika St-Sernin de Toulouse die unbedingt zu besichtigen ist. Der Themenpark Cité de l’espace bietet viel Spaß für die ganze Familie. Dabei lernt man einiges zum Thema Weltall und Raumfahrt. Toulouse ist eine Studentenstadt zahlreiche Bildungsstätten sind in der Stadt zu finden. Dadurch leben sehr viele junge Franzosen in Toulouse. Weitere Sehenswürdigkeiten wie Théâtre du Capitole lohnen sich ebenfalls sehr um Toulouse zu bereisen. Im Théâtre du Capitole werden Ballet und Theaterstücke aufgeführt, ein besuch ist ein Erlebniss für alle Ballet und Theaterliebhaber.

Auch Kulinarisch hat Toulouse einiges für den Urlauber zu bieten, um Ihn Kulinarisch mit Spezialitäten zu verwöhnen. Von Trüffel und feinen Schneckengerichten bis hin zu köstlichen Desserts können Sie sich verwöhnen lassen und sich von der feinen mediterranen Küche überzeugen lassen, in einem der zahlreichen Restaurants der Stadt. Abends können Sie sich von der Lebenslust der Stadt anstecken lassen und in einer der Bars oder Diskotheken die Nacht zum Tag machen. Mögen Sie es lieber ruhiger lohnt sich ein Sparziergang entlang der Garonne oder Sie besuchen einfach das Theater. Rund um das Jahr finden Events statt wie zum Beispiel im März das Festival Flamenco. Hier haben Sie nicht nur die Möglichkeit den Flamencotänzern bei einem der Aufführungen zu zusehen, Sie können sich auch selber in einem der Kurse mal versuchen. An Kulturellen Events mangelt es Toulouse nicht. Garantiert werden Sie von dem Lebensgefühl der Franzosen mit gerissen und begeistert.

Saint-Etienne

Saint-Etienne Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Im Süden Frankreichs, im Zentralmassiv und zu Füssen des Berges Mont Pilat (1432 m), liegt Saint-Étienne. Das südwestlich gelegene Lyon ist ca. 50 km entfernt. Saint-Étienne gehört zum Department Loire, in der Region Rhône-Alpes und ist der Hauptort, der dortigen neun Kantone. Der Fluss Furan, ein 39 km langer Nebenarm der Loire, fließt daran vorbei. Die Stadt war einst das Zentrum eines großen Bergbaugebietes, was in der Kernstadt an einigen Punkten noch erkennbar ist.

Entwicklung und Geschichte

Erste Erwähnung fand Saint-Étienne (damals Sancti Stephani de Furanum) um 1258. Im 14. Jahrhundert gewann es, durch seine Metallverarbeitung, dem Bergbau und der Herstellung von Posamenten, an Bedeutung. Der Ausbau der Bahnstrecken, was auch dem Transport der abgebauten Steinkohle zugute kam, beflügelte das Wachstum. So entwickelte sich Saint-Étienne stetig weiter und wurde 1855 zur Hauptstadt des Departments. Die Einwohnerzahl unterlag in der Vergangenheit großen Schwankungen. Der einstige ländliche Ort wuchs, im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, rasend schnell. Eine Industriekrise in den 1970er Jahren, ließ wiederum die Anzahl der Bürger kontinuierlich schmelzen. Wo sie Ende der 1960er Jahre noch über 220.000 betrug, sind es inzwischen (Stand 2011) nur noch rund 170.000. Dies entspricht, bei einer Fläche von ca. 80 km², einer Bevölkerungsdichte von 2126 Einwohnern/km². Heute ist Saint-Étienne immer noch ein wichtiger Industriestandort. So sind dort beispielsweise Unternehmen für Textilien, Lebensmittel und Stahlverarbeitung ansässig. Eine Ausweitung auf den Dienstleistungssektor und die Tourismusbranche fand, durch den Wandel der Zeit, ebenfalls statt.

Sehenswürdigkeiten und Ausflüge

Die zentral gelegene Altstadt Saint-Étiennes, wird von engen Straßen und Bauten aus dem 18. Jahrhundert bestimmt. Hier ist das typische französische Flair noch zu spüren. Lohnenswert sind Besichtigungen des Rathauses, der alten Waffenmanufaktur, der Stadtkirche und der Tour de la Droguerie. Sehr bekannt ist zudem das Museum für Moderne Kunst ((Musée d’art moderne de Saint-Étienne). Eine Reise in die Vergangenheit erleben Besucher in der ehemaligen Kohlemine Puits Couriot. Dort befindet sich das Bergbaumuseum, mit Ausstellungen, über den Verlauf der Geschichte des Abbaus. Ein Spaziergang auf die Hügel rund um Saint-Étienne, verschafft einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und die ausgedehnten Wälder der Region. Naturliebhaber kommen in der näheren Umgebung von Saint-Étienne auf ihre Kosten. Eine Tour in die Auvergne, ein vulkanisches Gebiet im Zentralmassiv, lockt viele Ausflügler an. Die schöne Aussicht, die reiche Natur und die warmen Quellen, entschädigen für das fehlende Grün innerhalb Saint-Étiennes. Für Bergwanderer bieten sich die beeindruckenden Berge des Puy de Dome und des Monts Dores an.

Besonderheiten

  • Die Einwohner der Stadt nennen sich „Stéphanois“, was wohl auf den ursprünglichen Namen zurückzuführen ist.
  • Saint-Étienne galt als Waffenschmiede der Nation, weswegen es, während des Zweiten Weltkrieges 1944, bombardiert wurde.
  • Für den Transport der Steinkohle wurde, 1823 zwischen Saint-Étienne und Andrézieux-Bouthéon, die erste Bahnverbindung Frankreichs gebaut. Die Strecke betrug 15 km.
  • Saint-Étienne erhielt 2010 durch die UNESCO, die Auszeichnung „City of Design“ und ist seither Mitglied im UNESCO Netzwerk „Creative Cities“.

Saint-Denis

Saint-Denis Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

In der Region Ile-de-France liegt die französische Großstadt Saint-Denis, in der auf einer Fläche von 12,36 km² mehr als 107000 Einwohner leben, was eine Bevölkerungsdichte von 8719 Einwohnern je km² bedeutet. Erste Ansiedlungen in dieser Region finden sich schon um das Jahr 564 n. Chr., als hier die Abteilkirche Saint-Denis gestanden hatte. Man schrieb das Jahr 1567, als hier die Schlacht von Saint-Denis tobte und gegen Ende des 19. Jahrhunderts war Saint-Denis das Zentrum der französischen Arbeiterbewegung.

Schon in der Vergangenheit im 19. Jahrhundert gab es bedeutende Unternehmen in Saint-Denis und auch heute freuen sich Firmen wie Giant, Airness oder Faiveley Transport. Einen Namen machte sich die Stadt als Standort für Multimedia- und Medienunternehmen, aber genauso kann man bedeutende Firmen der Dienstleistungs- und Metallindustrie sowie Fahrzeug- und Automobilbau finden. Da eine Stadt wie diese gut ausgebildete Mitarbeiter für seine Unternehmen braucht, kann man hier seit 1980 die Universität Paris 8 Vincennes-Saint Denis besuchen. Hier sind zurzeit fast 260000 Studenten eingeschrieben, die später in der Wirtschaft als gut ausgebildete Fachkräfte einen Arbeitsplatz finden können. Für Urlauber, die gerne bei milden Temperaturen verreisen, kann eine Reise nach Saint-Denis ideal sein, denn selbst im Juli und August gibt es hier nur Höchsttemperaturen von maximal 25 Grad und selbst im Winter bleiben die Tiefsttemperaturen auf die 0 Grad begrenzt. Dem Fußballfan ist der Name Saint-Denis bestens bekannt, denn hier steht das Stade de France, wo seit 1998 bis zu 80000 Fans mitfiebern können, wenn die französische Nationalmannschaft zur großen Hoffnung werden kann. Doch nicht nur Fußball wird hier gespielt, die französische Nationalmannschaft der Rugby-Union kann hier die Zuschauer begeistern. Von der UEFA wurde dieses Stadion als 5-Sterne-Stadion eingestuft und selbst die Leichtathletik der IAAF Diamond League kann hier noch 75000 Zuschauern ein sportliches Vergnügen bieten.

Für den Urlauber gibt es auf einer Stadtrundfahrt einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen und für den Liebhaber alter Sakralbauten kann die Kathedrale von Saint-Denis zum tollen Highlight werden. Der Kenner schöner Bauwerke vergangener Epochen weiß natürlich genau, dass Saint-Denis als die Wiege der Gotik aufgrund der Kathedrale bezeichnet werden kann. Doch wer die französische Geschichte kennt, der wird diese Kirche auch besuchen, weil er hier das Grab von Louis XVI. und seiner Frau Marie Antoinette finden kann, die als Opfer der Französischen Revolution unter der Guillotine starben. Und auch Ludwig XII. und Anne de Bretagne fanden hier die letzte Ruhe in einem beeindruckenden Grabmal in der Kathedrale. Schon 1982 zum europäischen Museum des Jahres gewählt wurde das kunstgeschichtliche Museum der Stadt und wer auf schöne Theatervorstellungen als ein abendliches Vergnügen hofft, dem werden im Théâtre Gérard Philipe viele schöne Stunden geschenkt.

Für den Urlauber gibt es einen schönen Einkaufsbummel durch die Innenstadt von Saint-Denis, wo kleine Läden mit den schönsten Spezialitäten der Region auf den Kunden warten. Da darf man den französischen Wein nicht vergessen, aber auch Schokoladengenüsse, hochwertiger Käse oder frischer Fisch, können zum Gaumenkitzler werden. In der Umgebung von Saint-Denis kann die Familie sich im Abenteuerpark Plaine Forme vergnügen und hier kann man beim Baumklettern sportliche Stunden verleben. Saint-Denis, eine französische Großstadt mit Potenzial für eine Urlaubsreise.

Paris

Paris Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Die französische Hauptstadt Paris liegt im Norden des Landes und ist gleichzeitig der Verwaltungssitz der Region Île-de-France. Auf einer Fläche von etwa 105 Quadratkilometern leben rund 2,2 Millionen Menschen, das sind ca. 21.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Die Stadt wird durch den Fluss Seine in eine nördliches und südliches Gebiet („Rive Droite“ und „Rive Gauche“) geteilt. Zudem besteht Paris aus 20 kleineren Stadtbezirken, sogenannten Arrondissements. Amtierende Bürgermeisterin ist seit 2014 die Sozialdemokratin Anne Hidalgo.

In Paris herrscht ein gemäßigtes Klima, im Sommer liegt die Durchschnittstemperatur bei 18° Celsius. Die Stadt ist nicht nur eine der wichtigsten Metropolen der Welt, sondern auch Verkehrsknotenpunkt und wirtschaftliches, politisches sowie kulturelles Zentrum Frankreichs. Es gibt rund 160 Museen, 100 Theater, mehr als 650 Kinos und gut 10.000 Restaurants. Paris wurde in der Antike von den Römern errichtet und stand Jahrhunderte lang vor allem unter katholischem Einfluss. Im späten 17. Jahrhundert erlebte die Stadt unter König Louis XIV. ihre kulturelle Blütezeit. Wenig später wurde sie zum Hauptschauplatz der Französischen Revolution, insbesondere des berühmten Sturms auf die Bastille.

Sehenswürdigkeiten

Eiffelturm
1889 eröffnet, hatte der Eiffelturm erst einmal mit seiner Akzeptanz zu kämpfen. Viele Pariser sahen in dem von Gustave Eiffel errichteten Stahlgebilde einen riesigen Schandfleck. Heute ist der 324 Meter hohe Turm das Hauptwahrzeichen der Stadt. Von drei unterschiedlich hohen Plattformen hat man einen Ausblick auf ganz Paris. Besonders spektakulär sieht der Eiffelturm bei Nacht aus, wenn 5.000 Glühbirnen seinen Umriss beleuchten.

Notre Dame
Die gotische Kathedrale wurde zwischen 1163 und 1345 auf einer Binneninsel in der Seine errichtet. Die 69 Meter hohen Türme formen die charakteristische Fassade, welche neben dem Eiffelturm eines der bekanntesten Postkartenmotive der Stadt ist. Weltberühmt wurde sie vor allem durch Victor Hugos Roman über den Glöckner von Notre Dame.

Montmartre
Der 130 Meter hohe Hügel ist ein ehemaliges künstlerisches Zentrum. Wo man heute in Cafés und Restaurants hauptsächlich Karikaturisten beobachten kann, arbeiteten und lebten früher große Maler wie Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Henri Matisse und Pablo Picasso. Auf dem Gipfel des Montmartre thront die Basilika Sacre Cœur mit ihrer 55 Meter hohen Kuppel. Ihre Architektur wurde vor allem von der Hagia Sophia in Istanbul sowie dem Markusdom in Venedig inspiriert.

Triumphbogen
Der Arc de Triomphe ist ein Denkmal an der Place Charles-de-Gaulle. Napoleon Bonaparte veranlasste 1806 den Bau des 50 Meter hohen und 45 Meter breiten Wahrzeichens für seine ruhmreichen Siege. Unter dem Triumphbogen befindet sich zudem das Grabmal des unbekannten Soldaten. Es soll an die Toten des ersten Weltkrieges erinnern, die niemals identifiziert werden konnten. Das Denkmal ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt in Paris, 12 Avenuen gehen sternförmig von ihm aus.

Louvre
Der ehemalige Königspalast beherbergt seit 1793 das Musée du Louvre, das drittgrößte Museum der Welt. Dort finden sich über 380.000 Werke aller denkbaren Kunstepochen und -strömungen. Das wohl bekannteste Gemälde der Sammlung ist Leonardo da Vincis Mona Lisa. Seit Ende des 18. Jahrhunderts lockt es Besucher in den Louvre. Neben der berühmten Kunstwerke ist das Museum auch für seine Glaspyramide im Innenhof bekannt.

Champs-Élysées
Die Champs-Élysées ist eine der Avenuen, die vom Triumphbogen ausgehen. Sie ist eine der prominentesten Straßen der Welt. Auf einer Länge von fast zwei Kilometern reihen sich renommierte Modegeschäfte und Luxusrestaurants aneinander. Parkanlagen, Theater und der Élysee-Palast säumen die Flaniermeile, welche besonders in der Weihnachtszeit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt.

Nizza

Nizza Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Nizza ist eine sehr beliebte Hafenstadt in Frankreich und wird von Millionen Touristen angesteuert. Umso mehr ein Grund, sich einmal näher dieser Perle im Südosten des Landes anzusehen. Man entdeckt Nizza in der Region Provence-Alpes-Côte. Nur 30 Kilometer trennen die Stadt von Italien und das Fürstentum Monaco ist sogar nur 10 Kilometer entfernt. Insgesamt weist Nizza eine Fläche von 71,92 km² auf und bietet hier rund 344,064 Menschen ein Zuhause. Jedes Jahr steigt die Zahl der Einwohner an, denn diese Stadt ist einfach ein wahrer Traum. Aufm einem Quadratkilometer leben fast 5.000 Menschen und natürlich ist es kein Wunder, dass man sich hier richtig wohlfühlt.

Angenehme Tage in Nizza

Nizza ist als Hafenstadt, die nicht nur für ihre wunderschönen Strände und die malerische Altstadt bekannt ist, sondern auch das Wetter und die Landschaft sind hier einfach ein Traum. Durchschnittlich liegt das Klima bei 19 °C im Hochsommer. Natürlich können die Temperaturen auch einmal auf bis zu 30 °C steigen. Die Wassertemperatur von etwa 17 °C ist dann perfekt zum Baden und Wassersport betreiben. Die relativ hohe Luftfeuchtigkeit macht einen Tag in Nizza sogar noch etwas angenehmer. Durch das milde Klima bietet Nizza auch ein begehrtes Weinanbaugebiet mit dem Namen Bellet. Gewiss sollte man sich auch einmal die Geschichte der fünftgrößten Stadt in Frankreich ansehen. Schon seit über 400.000 Jahren ist diese Gegend besiedelt. Im 4. Jahrhundert wurde dann die eigentliche Stadt, unter den Namen Nicaea, gegründet. Über die Jahrhunderte wurde die Stadt mehrfach belagert und zum Teil auch zerstört. Dennoch kann man heute noch viele Gebäude und Sehenswürdigkeiten aus der alten Zeit entdecken.

Museen so weit das Auge reicht

Besonders Museumsfreunde werden Nizza lieben. In der gesamten Stadt gibt es viele unterschiedliche Museen, die nicht nur mehr über die Geschichte der Stadt verraten werden. Gerade Kunst, Geschichte und lokale Traditionen sind ein wichtiges Thema und werden in den verschiedenen Museen gezeigt. Deswegen hat Nizza heute auch den Ruf als Kunstmetropole. Besonders das Musée des Beaux-Arts ist sehr sehenswert und bietet eine große Sammlung aus dem 16. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert. In den Museen Paléontologie Humaine de Terra Amata, Archéologique de Cimiez oder den anderen historischen Museen kann man viel über die Geschichte von Nizza erfahren. Gewiss besteht diese Stadt nicht nur aus zahlreichen Museen, sondern auch Architektur, Kultureinrichtungen und andere Sehenswürdigkeiten sind hier vertreten. Im Orchestre Philharmonique de Nice kann man immer wieder schöne Opern und Symphonieorchester belauschen. Ebenso gilt das Centre Cinématographique als Filmzentrum und bietet zahlreiche interessante Ausbildungen, aber auch Sehenswürdigkeiten.

Die Bauwerke der Stadt

Neben den zahlreichen Museen und Kultureinrichtungen sollte man auch den Bauwerken von Nizza ihren Respekt erweisen. Vor allem die herrliche Altstadt ist weltberühmt und immer wieder eine Reise wert. Besonders die vielen Profan- und Sakralbauten sind ein Traum. Bei einem Besuch der Altstadt sollte man die Kathedrale Sainte-Réparate aus dem 17. Jahrhundert nicht verpassen. Diese Kathedrale hat eine wunderschöne Fassade und einen traumhaften Innenraum. Doch auch die Verkündigungskirche Sainte-Rita, die Église du Gésu oder die Kirche Saint-Martin-Saint-Augustin sind eine wahre Pracht. Darüber hinaus kann man auf dem Berg Cimieze noch Ausgrabungen einer römischen Stadt bewundern und auch ein Tag am Strand wird durch seine herrliche Flora und Fauna begeistern.

Marseille

Marseille Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Vor vielen hundert Jahren, etwa 620 v. Cr. ließen sich griechische seefahrende Händler in der geschützten natürlichen Bucht von Marseille nieder. Dort, wo einst die Häuser der geschäftstüchtigen Kapitäne standen, liegt heute das Quartier du Panier. Wer sie sucht, findet auch heute noch Spuren der ersten Einwohner. Die schmalen Gassen und steilen Treppen folgen in großen Teilen dem griechischen Grundriss. Diue lange Geschichte ließ die Stadt viele Höhen und Tiefen erleben. Lange Zeit galt unter den mächtigen Herrschern Frankreichs der Spruch, in Frankreich könne nur der regieren, wer Marseille beherrscht. Im Zweiten Weltkrieg ging viel von den alten Bauten verloren, zumal die deutschen Soldaten im Quartier du Panier Verstecke der Resistance vermuteten.
Viele der malerischen, bunt gestrichenen Häuser stammen aus späteren Jahren und die meisten aus dem 18.Jahrhundert. Ein besonderes Schmuckstück im Herzen des griechischen Marseille ist die Kathedrale de la Major. Blickt man vom Hafen herauf, so ist der Eindruck von der über der Stadt thronenden Kathedrale gigantisch. Und der Blick von dem 154 Meter hohen Felsen herunter auf die Stadt, das Häusergewirr und den Hafen und das Meer schlägt den Besucher restlos in seinen Bann. Da verwundert es nicht, dass jährlich annähernd 1,5 Millionen Besucher den Gipfel erklimmen und die Kathedrale mit dem 60 Meter hohen Turm und der 10 Meter hohen Madonnenstatue besichtigen. Ein kurzes Stück Weges weiter umfängt den Besucher dann aber auch schon das hektische moderne Marseille mit der Betriebsmakeit des großen Hafens Port Moderne.
Marseille ahoi – schon zu antiken Zeiten suchten Galeeren und Handelsschiffe in dem natürlichen, geschützten Hafenbecken Zuflucht. Die günstige Lage am Ende einer bedeutenden Handelsroute ließen Marseille schnell zu einer blühenden Stadt wachsen. Heute ist der Hafen für die großen „Pötte“ nicht mehr tief genug und schnittige Segler und Motoryachten haben das Revier für sich erobert. Die geschäftstüchtigen Marseiller Händler und Geschäftsleute haben bereits im 16. Jahrhundert eine Industrie- und Handelskammer gegründet, die Chambre de Commerce de Marseille. Zuerst traf man sich im Rathaus der Stadt, doch dann beschloss man ein eigenes Gebäude müsse her. Und nach achtjähriger Bauzeit wurde unter Napoleon III das pompöse Palais de la Bourse – der Tempel des Mammon – eingeweiht. Mittlerweile teilen sich die Kaufleute den prachtvollen Bau mit dem Museum de la mArine et de L´Economie. Für Fotografen ist es vor allem in den Abendstunden einlohnendes Objekt wenn die Fassade direkt von der Sonne angestrahlt wird.
Die Bevölkerung der zweitgrößten Stadt Frankreichs ist ein kultureller Schmelztiegel von Europäern und Afrikanern und provenzalischer Atmosphäre. Kulturinteressierte finden in Marseille eine ganze Reihe sehenswerter Kirchen, Paläste und Schlösser, sowie Museen, die eine Bandbreite von der Archäologie bis zur Moderne abdecken. 2013 wurde Marseille zur Kulturhauptstadt erklärt und das hat dem Tourismus noch einmal einen Schub veliehen. Die Metropole an der Cote d`Azur mit ihren ca. 850.000 Einwohnern, verfügt übe eine gute Verkehrsanbindung und ein sehr gutes öffentliches Verkehrsnetz. Mit der Metro oder einem der zahlreichen Linienbusse ist die Hafenstadt ideal für eine Städtereise.
Besucher und Fotografen finden eine Fülle an interessanten Motiven und Sehenswürdigkeiten. Allen anfänglichen Kritiken zum Trotz brach unter Napoleon III eine neue Städtebaukultur in Marseille an. Nach Pariser Vorbild sollte auch Marseille schnurgerade, breite und repräsentative Boulevards bekommen. Dabei wurde wenig Rücksicht auf bestehende Striukturen genommen, so auch beim Bau der Rue de la Republique. Ziemlich rabiat wurden alte Einwohne vertrieben, alte Häuser abgerissen und neue, komfortable Mietshäuser entlang der Prachtstraße gebaut. Jetzt sind die Häuserzeilen aus einem Stilmix aus Renaissance-Elementen und neoklassischen Details nicht mehr wegzudenken. Ein Besuch lohnt sich in dieser alten Stadt voll mit moderner, jugendlicher Energie.

Lyon

Lyon Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Lyon ist eine Stadt im Südosten Frankreichs und die Metropolregion besitzt aktuell rund 2,2 Millionen Einwohner, womit sie in diesem Bereich als zweigrößte Stadt des Landes gesehen werden kann. Die Kernstadt besitzt jedoch nur rund 500.000 Einwohner, womit Lyon rund 350.000 Einwohner kleiner als Marseille ist. Die Fläche der Stadt beläuft sich auf rund 48 km², während die urbane Fläche sogar über 6.000 km² besitzt. Dies bedeutet eine Bevölkerungsdichte von rund 10.000 Einwohnern pro Quadratkilometer. Weiterhin ist Lyon die Hauptstadt des Départements Rhône, was die besondere Bedeutung der Stadt innerhalb der Region noch einmal unterstreicht.

Das Klima
Das Klima in Lyon ist typisch für die mediterrane Lage der Stadt und im Sommer werden Temperaturen von über 27° Celsius erreicht. Dabei ist die Temperatur jedoch auch in den Wintermonaten meist noch über dem Gefrierpunkt. Dieses milde Klima sorgt dafür, dass es zahlreiche Touristen nach Lyon zieht. Der Niederschlag in Lyon ist das gesamte Jahr über recht ausgeprägt, denn es wird pro Monat immer ein Wert von mindestens 50 Millimetern erreicht. Dies bedeutet für das gesamte Jahr einen Wert von über 830 Millimetern.

Die Geschichte
Die Gründung der Stadt geht bis zum Römischen Reich zurück, denn im Jahr 43 vor Christus wurde die Stadt als Verwaltungsort für die Region Gallien gegründet. In den späteren Jahrhunderten hat die Stadt vor allem in der Kirche eine große Bedeutung gewonnen, denn sie stellt den Hauptsitz über Gallien dar, weshalb der Kardinal der Region meist aus dieser Region stammt.  Seit den 1960er Jahren befindet sich die Stadt in konstantem Bevölkerungswachstum und gerade die Wirtschaft ist ein wichtiger Grund für die steigende Urbanisierung.

Besonderheiten der Stadt
Innerhalb von Frankreich gilt die Lyoner Küche als besonders hochwertig, weshalb sie auch den Ruf als kulinarische Hauptstadt besitzt. Dabei wird die Küche vor allem durch einfache Gerichte charakterisiert, wobei besonders Fische wie Forellen, Saibling, Hecht, Aal und Karpfen wichtige Speiseelemente darstellen. Darüber hinaus ist auch der Käse und Wein der Region international bekannt, denn aus der Region stammen unter anderem der Burgunder Wein sowie die bekannte Käsesorte Tomme de Savoie. Die große Bedeutung der Lyoner Küche hat natürlich auch dafür gesorgt, dass zahlreiche, populäre Köche aus der Stadt stammen und auch heute noch in dieser ihre Restaurants betreiben. Diese sind oftmals jedoch klein gehalten und beschränken sich auf die typischen Gerichte der Region.

Sehenswürdigkeiten
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt allen voran die Altstadt Lyon’s, welche im Jahre 1998 auch zum Teil des UNESCO Weltkulturerbes erklärt wurde. In dieser sind unter anderem zwei bedeutende Kirchen zu finden, denn neben der Kathedrale der Stadt, ist hier auch die Notre-Dame de Fourvière zu finden, welche besonders während des Lichterfests in ein einzigartiges Licht geworfen wird. Darüber hinaus ist auch das Opernhaus der Stadt in ganz Frankreich bekannt, da es neben der zahlreichen Aufführungen auch architektonisch zu den größten Meisterwerken des Landes gehört. Auch im weiteren, kulturellen Bereich spielt Lyon eine große Rolle, denn neben zahlreichen Museen und Theatern gibt es die Maison de la Danse zu sehen. In diesem Gebäude wird sich ausführlich mit dem Tanz beschäftigt und neben dem traditionellen Ballett gibt es hier auch Aufführungen zu sehen, die sich mit Tango oder neumodischen Tanzstilen befassen.

Lille

Lille Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

„Die Hauptstadt von Flandern“ – mit Lille (niederländisch Rijsel) erwartet Reisende das Zentrum der historischen Region Französisch-Flandern. Unmittelbar an der Grenze zu Belgien gelegen, ist die Metropole im hohen Norden Frankreichs zugleich Hauptstadt der geographischen Region Nord-Pas-de-Calais wie Präfektur des politischen Départements Nord.

Gemeinsam mit mehreren anderen nordfranzösischen Städten ist Lille sog. Kernstadt der Lille Métropole Communauté urbaine sowie der Metropolregion Lille mit 1,1 Millionen bzw. 3,5 Millionen Einwohnern. Lille selbst zählt 227 000 Einwohner (Stand 2011) und ist damit die größte Stadt Nordfrankreichs und zehntgrößte des ganzen Landes. Bei einer Bevölkerungsdichte von 6.533 Einwohner / km²(2011) erstreckt sich die Großstadt auf einer Fläche von 34,83 km². Darüber hinaus bildet der großflächige nordfranzösich-belgische Ballungsraum hier seit 2008 grenzübergreifend die Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai mit ca. 2 Millionen Einwohnern. Die wechselvolle Geschichte Lilles ist gekennzeichnet von häufig wechselnder politischer Zugehörigkeit. Über Jahrhunderte bis zur Französischen Revolution war Lille viel belagerte Garnisonsstadt. In der Historie nacheinander von Handel, Maschinenbau- und Textilindustrie gekennzeichnet ist die Stadt wirtschaftlich längst geprägt von den Bereichen Dienstleistungen. Architektonischer Ausdruck hiervon ist etwa das ab 1988 neu erbaute Geschäftsviertel Euralille.

Lille – die Stadt der Kultur und Künste. Dieses Charakteristikum des städtischen Lebens reicht zurück bis in das 19. Jahrhundert. „Spezialität“ der Stadt sind daher eine ganze Reihe hochkarätiger Museen und Kultureinrichtungen wie das 1809 von Napoleon persönlich gegründete Palais des Beaux-Arts de Lille als bedeutendste Kunstsammlung außerhalb von Paris. Ebenfalls bereits im 19. Jahrhundert entstanden zeigt das Musée d’Histoire Naturelle seine umfangreichen naturkundlichem Sammlungen. Weiterhin erwarten den Kunst- und Kulturliebhaber das hochmoderne Lille Métropole Museum für Moderne Kunst, Zeitgenössische Kunst und Art Brut (LAM), das Musée d’Art et d’Industrie, die Konzerthalle „Le Splendid“ oder die international renommierte Opéra de Lille. Die von Natur- und Backsteinfassaden aus dem 17. und 18. Jh. geprägte Altstadt von Lille bietet zudem touristische Highlights wie die Alte Börse, dem Geburtshaus von Charles de Gaulle, das Ludwig XIV. gewidmete „Pariser Tor“, die Kathedrale von Lille, die 5-schiffige Hallenkriche St- Maurice aus dem 15. Jahrhundert oder die neugotische Kathedrale Notre-Dame-de-la-Treille aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. In jüngster Vergangenheit wurden Lille die Ehrungen als „Kulturhauptstadt Europas“ (2004) sowie „Stadt der Kunst und Geschichte“ zuteil.

Lille ist grün: Besuchern wie Einheimischen Erholung vom Stadtrummel bieten zahlreiche Parks und Grünanlagen. Zentral gelegen warten der weitläufige Parc Henri Matisse und der eigentümlich längsrechteckige Parc Jean-Baptiste Lebas direkt neben dem Naturkundemuseum. Ideal für aktive Freizeitgestaltung ist der 90 ha große Parc de la Citadelle mit seinem weitverzweigten Wegnetz. Als Refugium und Sehenswürdigkeit in einem wartet am Stadtrand der an pflanzlichen wie künstlerischen Kuriositäten reiche Jardin des Géants. Folgerichtig besitzt das nordfranzösische Kultur- und Bildungszentrum Lille mit der bereits 1562 begründeten Université Lille – Nord-de-France mit gegenwärtig ca. 100 000 Studenten (Stand 2000) auch eine der größten Universitäten des Landes. Örtliche Verkehrsdrehscheiben für Franzosen wie Touristen sind der Flughafen Lilles Lesquin sowie der zentrale Bahnhof Lille-Flandres. Lille erlebte somit im Laufe der Jahrhunderte einen Wandel von der Handelsstadt zum Industriezentrum bis hin zur heute international anerkannten Kulturmetropole.

Lens

Lens Austragungsort / Spielort der Fußball Europameisterschaft EM 2016

Lens ist der Name einer nordfranzösischen Kleinstadt mit etwas über 35.000 Einwohnern. Verwaltungstechnisch gehört diese Stadt zum Départemenet Pas-de-Calais, das nach der Meerenge zwischen Frankreich und England, ebenjener „Straße von Calais“ (o. a. „Straße von Dover“), benannt wurde. Darüber hinaus ist das erwähnte Département samt Lens Teil der nördlichsten Region Frankreichs, nämlich der Region Nord-Pas-de-Calais, die im Osten an Belgien angrenzt. Die bis vor wenigen Jahrzehnten vom Steinkohlebergbau geprägte Industriestadt Lens befindet sich inmitten dieser Region, und zwar etwa 200 km nördlich von der französischen Hauptstadt Paris und 35 km südlich von der Regionalhauptstadt Lille. Zudem bildet Lens seit dem Jahr 2000 zusammen mit der ungefähr gleich großen Nachbarstadt Liévin eine Städteagglomeration (die sog. „Communaupole de Lens-Liévin“). Betrachtet man den gesamten hier angesiedelten industriellen Ballungsraum (einschließlich weiterer nahe gelegenen Zentren wie Douai), so lassen sich sogar bis über 550.000 Einwohner zählen und eine dichte Bevölkerungsdichte konstatieren.

Die historischen Wurzeln einer Ortschaft Lens reichen bis ins Frühmittelalter, bis in die Merowingerzeit zurück. Ansonsten zeigt sich das Schicksal der späteren Stadt Lens aufs Engste mit der bewegten, umkämpften Geschichte der historischen Provinz Artois im Norden Frankreichs verknüpft. Ob im Hundertjährigen Krieg, ob im Dreißigjährigen Krieg, ob im Ersten oder schließlich im Zweiten Weltkrieg – immer wieder erlebte Lens verheerende Plünderungen und katastrophale Zerstörungen. Hinzu kamen Epochen wie die Jahre zwischen 1384 und 1659, in denen Artois und damit Lens nicht einmal mehr zum Königreich Frankreich gehörte, sondern Teil der burgundischen und später spanischen Niederlande gewesen war. Dementsprechend erfuhr auch dessen äußeres Stadtbild im Laufe der Zeit wiederholte Male große Veränderungen und radikale Wandlungen.

Die letzte große und im Grunde bis heute wirksame Veränderung seines Antlitzes widerfuhr der Stadt im Zeitalter der Industrialisierung: 1841 wurden in der ganzen Region rund um Lens, Liévin oder Douai reichste Kohlevorkommen entdeckt, und in der Folge entwickelte sich das ganze Gebiet entlang der französisch-belgischen Grenze zum bis heute berühmten „Nordfranzösischen Kohlerevier“; das, was das „Ruhrgebiet“ für die industrielle Entwicklung in Deutschland bedeutete, bedeutete diese Region für Frankreich. Auch wenn der über ein Jahrhundert andauernde Wirtschaftsboom mittlerweile schon wieder passé ist, prägt der einst alles bestimmende Steinkohlebergbau eine Industrie- und Arbeiterstadt wie Lens bis heute. Nicht umsonst bilden einige seiner Einrichtungen einen wichtigen Teil des 2012 gar zum UNESCO-Welterbe deklarierten „Nordfranzösischen Kohlereviers“: Lens hat die Zeichen der Zeit erkannt und sein reiches, beeindruckendes industrielles Erbe (gemeint sind insbesondere seine imposanten ehemaligen Steinkohlenzechen) museal auf moderne Weise zugänglich gemacht.

Generell befindet sich diese nordfranzösische Stadt aktuell auf dem Weg einer kulturellen Neuorientierung. Im selben Jahr 2012 wurde Lens nämlich zum exklusiven Standort einer Zweigstelle des weltberühmten Pariser Louvre: Und zwar wurde auf einem seiner ehemaligen Industriegelände das über 14.000 Quadratmeter große, spektakuläre Kunstmuseum „Louvre-Lens“ eröffnet, in dem zunächst einmal über 200 Exponate aus allen Abteilungen des Pariser Louvre ausgestellt wurden. Schon seit 1992 zeichnet Lens ferner das Privileg aus, Teile der jungen Universität Artois beherbergen zu dürfen: Demnach haben die Fachbereiche Geologie, Geographie und die Naturwissenschaftler ihren Sitz in Lens.

Schon länger kultiviert Lens schließlich einen überregionalen wenn nicht sogar internationalen Ruf in Sachen gepflegter Rasensport: Gemeinsam mit einigen anderen Städten aus dem traditionellen französischen Bergbaurevier zählt Lens nämlich zu den ganz frühen Hochburgen des französischen Fußballs. Für eine solche Kleinstadt eher untypisch stellt Lens mit dem „Racing Club de Lens“ (RC LENS) seit 1906 nicht nur einen renommierten und mittlerweile zumeist in der höchsten französischen Spielklasse etablierten Fußballverein, sondern nennt mit dem „Stade Bollaert-Delelis“ (Ersteröffnung 1932, heute über 41.000 Plätze) auch noch ein überaus modernes und architektonisch reizvolles Fußballstadion sein Eigen. In jedem Fall gäbe es genügend Gründe, dieser nordfranzösischen Stadt Lens mit seinem ganz eigenen Flair (nicht zu vergessen der eigentümlich-malerische Dialekt der Einheimischen, der Gebrauch der Picardischen Sprache bzw. des „Patois“ oder „Ch’ti“!) einmal einen Besuch abzustatten.