Alle Infos zu den 10 Stadien der Uefa Fußball Europameisterschaft 2016 in Frankreich.

Stade de Toulouse (Toulouse)

Allgemeines über das Stade de Toulouse

Das Stadium de Toulouse, welches häufig auch als Stadium Municipal bezeichnet wird, ist ein 1938 eröffnetes Stadium, in welchem neben Fußball auch Rugby gespielt wird. Befinden tut sich das Stadion auf der Insel Toulouse und wurde speziell für die FIFA-Weltmeistershaft im Jahre 1938 eröffnet. In das Stadion passen insgesamt 35.472 Menschen, wobei während den UEFA-Spielen immer mit nur 33.000 Zuschauern kalkuliert wird.

Historie des Stadion in Toulouse

Der französische Architekt Jean Montariol legte in den 1930er Jahren seine Pläne für das Stadion der Stadt vor. Nach einigen Veränderungen der Baupläne wurde im Jahre 1937 der Bau des Stade de Toulouse begonnen, wobei dieser nur ein Jahr in Anspruch nahm und das Gebäude rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1938 seine Türen für die verschiedenen Länder öffnen konnte. Das Spiel von Holland gegen Rumänien war das Einweihungsspiel für Stadium Municipal. Bis heute wurde das Gebäude erst zweimal renoviert. 1949 wurden erste Schäden repariert und 1998 wurde anlässlich der WM das Stadion noch einmal umgebaut, damit die sechs angesetzten Spiele dort stattfinden konnten.

Nutzung nicht nur vom Fußballverband

Das Stadion wird seit Jahren nicht nur vom Fußballverband genutzt, sondern auch für die Rugby-League. Der Rugbyverein Stade Toulousain wandert regelmäßig aus seinem eigenen Stadion für bedeutendere Spiele in das Stadium Municipal. Folgende größere Rugby-League Spiele fanden im Stade de Toulouse statt:

  • Rugby-League-Weltmeisterschaft 1954
  • Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1991
  • Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1999
  • Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007

Selbstverständlich trug das Stade de Toulouse nicht nur die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 1938 aus, sondern auch 1998 gab es Weltmeisterschaftsspiele in diesem Stadion und 2016 wird in Frankreich die Europameisterschaft im Fußball stattfinden, bei der auch Toulouse wieder sein Stadion zur Verfügung stellen wird.

Besondere Fakten

Das Stadion in Toulouse gehört zu den größten Bauten in der Umgebung der Region Midi-Pyrenees. Aktuell wird es noch einmal verbessert für die EM 2016. Im Jahre 2001 wäre das Stadion fast zerstört worden, denn es gab eine Explosion der in der Nähe befindlichen Chemiefabrik, wodurch das Gebäude zwar nicht komplett zerstört wurde, jedoch einige Bauarbeiten getätigt werden mussten. Von Fans wird das Stadion häufig als „Mini-Wembley“ bezeichnet, da es dem Wembley Stadion in London sehr ähnlich sieht Für den Fußball Verein in Toulouse hat das Stadion eine ganz besondere Bedeutung, denn hier siegte der Verein mit viel Glück gegen SSC Napoli in einem spannenden Match des UEFA-Pokals im Jahre 1986, denn Diego Maradona traf beim Elfmeterschießen nicht das Tor, sondern nur den Pfosten. Toulouse bietet mit seinem Stadion immer eine ganz besondere Atmosphäre, da dieser Ort auf einer kleinen Insel liegt.

 

Stade Geoffroy-Guichard (Saint-Etienne)

Stade Geoffroy-Guichard ist heute Heimat und Spielstätte des Fußballvereins AS Saint-Étienne und wurde als eine von zehn Spielstätten für die Fußball-Europameisterschaft 2016 ausgewählt. Der Grundstein für das Stadion erfolgte 1930. Der Bau entstand auf einem gespendeten Grundstück seines Gründers Geoffroy Guichard, der auch zugleich die bekannte Retail-Gruppe Casino gründete. Der Präsident des Vereins, sein Sohn Pierre, entschied sich wiederum, dass Stadion nach seinem Vater zu nennen. Das Stade Geoffroy-Guichard wurde offiziell am 13. September 1931 mit einem Spiel zwischen AS Stéphanoise (später Saint-Étienne) und Cannes (1:9) eröffnet.

Das Stadion bestand seinerzeit aus einem einzigen Grand Stand mit 800 Plätzen, mehreren Terrassen, einer Laufbahn, Kreisen und einer Tonhöhe. Das angrenzende Stahlwerk blies ihren Rauch regelmäßig über die Tonhöhe. Erst 1956 erfuhr das Stade Geoffroy-Guichard eine große Veränderung. Die Laufbahnen wurden entfernt und das Stadion wurde in eine rechteckige Form umgebaut. 1968 wurde die Stadt Eigentümer des Stadions und es wurde begonnen, weitere Arbeiten durchzuführen. Ein brandneue Tribüne gegenüber dem Hauptstand und die Bedachung für die beiden Tribünen wurden errichtet. Damit wurde eine Kapazität für 40.000 Besucher geschaffen.

Im Laufe der Jahre wurde das Stadion weiter ausgebaut und für die Fußball-Europameisterschaft 1984 renoviert. Dies führte zu einer Kapazität von 48.270 Zuschauerplätzen. Fast die Hälfte davon sind Sitzplätze. Während der Fußball-Weltmeisterschaft war das Stadion Austragungsort für zwei Gruppenspiele. Es dauerte bis zum nächsten großen Turnier, der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, bis weitere Investitionen in das Stade Geoffroy-Guichard durch ein weiteres Upgrade entstanden. Weitere Plätze für Zuschauer wurden geschaffen und die gesamte Ausstattung wurde verbessert. Das Stadion verfügt über vier Tribünen, mit Unterteilungen in jeweils zwei Rängen. Die Arena ist nur ein Fußballstadion und wird nicht für andere sportliche Ereignisse verwendet. Seit der WM 1998 werden fast nur Sitzplätze angeboten.

Während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 fungierte das Stadion als Gastgeber für insgesamt fünf Gruppenspiele . In der Runde der letzten 16 Mannschaften wurde das Spiel zwischen Argentinien und England (2:2) ausgetragen. Das Stade Geoffroy-Guichard wurde als eines der Austragungsorte für die Fußball-Europameisterschaft 2016 ausgewählt und wird derzeit großzügig saniert. Das Projekt umfasst den Umbau bzw. die Renovierung aller Tribünen. Die Arena soll zum Abschluss der Bauarbeiten 41.500 Sitzplätze erhalten. Die baulichen Veränderungen sind derzeit in der Endphase und es wird damit gerechnet, voraussichtlich vor dem Start der Saison 2014/15 das Stadion in neuem Gewand präsentieren zu können. Stade Geoffroy-Guichard befindet sich im Norden der Stadt Saint-Étienne, knapp zwei Kilometer vom Stadtzentrum und dem Hauptbahnhof entfernt. Zu Fuß ist das Stadion in einer halben Stunde vom Hauptbahnhof zu erreichen.

Stade de France (Saint-Denis)

Das Stade de France in Saint Denis, einem Vorort der französischen Hauptstadt Paris, zählt zu den größten und modernsten Fußballarenen Europas. Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 erbaut, wurde es als Finalstadion schon kurz nach seiner offiziellen Eröffnung im Januar zum Schauplatz eines der größten Triumphe der französischen Fußballgeschichte. Denn damals konnte Frankreich Brasilien mit 3:0 schlagen und sich so den ersten und bis heute einzigen WM-Titel überhaupt sichern. Seitdem ist der imposante Bau auch das offizielle Nationalstadion der Équipe Tricolore, wie die französische Fußballnationalmannschaft auch genannt wird, und damit Nachfolger des Parc des Princes. Neben den Fußballern trägt dort auch die französische Rugbynationalmannschaft die meisten ihrer Heimspiele aus. Aber auch Konzerte und andere große Show- und Sportevents wie z.B. die Leichtathletik-Meetings der IAAF Diamond League werden regelmäßig in der Mehrzweckarena, die von der UEFA mit der höchstmöglichen Wertung von fünf Sternen ausgezeichnet wurde, ausgerichtet. Als regelmäßige Sport-Events finden dort sowohl das Finale des französischen Pokals wie auch das des Ligapokals sowie das Endspiel um den Gewinn der Meisterschaft der französischen Rugby-Union statt. Dabei kann das Stadion mittels verschiebbarer Tribünen schnell an die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Events angepasst werden. So bietet es bei Fußball- oder Rugbyspielen knapp 81.000 Zuschauern, bei Leichtathletik-Veranstaltungen etwa 75.000 Zuschauern und bei Konzerten gar über 90.000 Zuschauern Platz.

Immer wieder war es auch Austragungsort von großen internationalen sportlichen Wettkämpfen wie dem Finale der UEFA Champions League in den Jahren 2000 und 2006, den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003, der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007 oder dem Confederations Cup 2003. Zudem wird es zu den Spielstätten der Fußball EM 2016 gehören und dort sowohl Gastgeber des Eröffnungsspiels als auch des Finales sein. Doch all die großen Highlights können nicht darüber hinweg täuschen, dass das teure Stadion knapp die Hälfte des Jahres leer steht und häufig ungenutzt bleibt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass keine Club-Mannschaft das Stadion als Dauermieter für seine Heimspiele nutzt. Während Paris Saint Germain, der erfolgreichste Fußball-Club von Paris, einen Umzug in die schmucke neue Arena bislang vehement ablehnte, erwägt nun Stade Français, ein Club aus der höchsten französischen Rugby-Liga, einen permanent Wechsel ihrer aktuellen Spielstätte, um noch mehr Zuschauer zu seinen Heimspielen zu locken.

Neben seiner Größe besticht das Stade de France vor allem durch seine außergewöhnliche Architektur, die von den vier französischen Architekten Michel Régembal, Aymeric Zublena, Michel Macary und Claude Costantin entworfen wurde. Die Konstruktion des Dachs wurde von der deutschen Firma Rüterbau übernommen. Im Jahre 2002 zeichnete die Internationale Vereinigung für Brücken- und Hochbau das Stade de France und seine Erbauer gar mit dem begehrten Outstanding Structure Award aus. Heute sind viele der Franzosen stolz auf die Arena, die neben dem Louvre oder dem Eifelturm schon längst zu den Prestige-Bauten der französischen Hauptstadt zählt.

Parc des Princes (Paris)

Das Parc de Princes Stadion – im Deutschen auch als Prinzenparkstadion bekannt – ist ein Fußballstadion in der französischen Hauptstadt Paris. Bei vollständiger Auslastung bietet das Stadion eine Kapazität von 49.000 Plätzen, wobei bei internationalen Spielen Platz für 44. 283 Zuschauer ist. Eine Regelung der UEFA besagt nämlich, dass bei internationalen Spielen die Stehplätze durch Sitzplätze ersetzt werden müssen.Das Stadion gilt in der Klassifikation der UEFA als ein Elitestadion, was auch durch die zahlreichen, wichtigen Spiele in der Historie unterstrichen wird. Die Eröffnung erfolge bereits am 18. Juli 1897, womit das Stadion zu den ältesten Stadien des gesamten Kontinents zählt. Es wurde in der Vergangenheit zwei Mal renoviert, wobei vor allem die Renovierung im Jahr 1972 bedeutsam ist, da diese vom französischen Architekten Roger Tallibert getätigt wurde, der unter anderem auch das Olympiastadion in Montreal entworfen hat.

historische und aktuelle Nutzung des Stadions

Zu Beginn war das Stadion unter dem Namen Stade vélodrome du Parc des Princes bekannt und wurde als eine Radrennbahn genutzt. Zu dieser Zeit wurde es auch von Henri Desgrange geleitet, der die Tour de France ins Leben gerufen hat. Dies hatte zur Folge, dass in den Jahren 1903 bis 1967 das Finale der großen Rundfahrt durch Frankreich im Parc de Princes stattgefunden hat. Gleichzeitig fanden die ersten Fußballspiele im Jahr 1899 statt und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Stadion oftmals der Austragungsort des Finalspiels um den Französischen Pokal. Von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Jahr 1997 war das Stadion außerdem der Austragungsort für die Spiele der Nationalmannschaft Frankreichs. Erst mit dem Bau des Stade de France außerhalb von Paris hat das Parc de Princes diesen Status verloren. Bei einer Renovierung im Jahre 1932 wurde die Kapazität auf 45.000 Plätze erweitert und ab diesem Zeitpunkt nutzte mit Racing Club Paris auch der erste Fußballverein regelmäßig das Stadion. Ab dem Jahr 1945 trug auch der Club Stade Français seine Heimspiele im Prinzenparkstadion aus, was erst in der Mitte der 1960er Jahre endete, da hier ein erneuter, großer Umbau stattfinden sollte. Seit diesem Umbau wird das Stadion vom Fußballclub Paris St. Germain genutzt, der heute wieder zu den größten Clubs Europa zählt. Besonders im europäischen Pokal besitzt das Stadion eine große Tradition, denn es war bereits sechs Mal der Austragungsort für das Finalspiel. So wurde hier unter anderem das erste Finale des Europacup der Landesmeister im Jahr 1956 ausgetragen. Bei Fußball-Weltmeisterschaften in den Jahren 1938 und 1998 wurden hier drei beziehungsweise sechs Spiele ausgetragen.

Nutzung bei der EM 2016

Auch bei der der kommenden Europameisterschaft in Frankreich wird das Stadion als Spielstätte dienen. Es zählt zu den 10 offiziellen Austragungsorten und in der Gruppenphase werden vier Spiele aus verschiedenen Gruppen ausgetragen. In der K.O. Runde wird ebenfalls eine Partie des Achtelfinales im Parc de Princes ausgetragen.

Stade de Nice (Nizza)

Das Stade de Nice, auch Allianz Riviera genannt, ist die Heimat des OGC Nice. Dort finden bis zu 35000 Zuschauer Platz. Durch eine Namensrechtssicherung des Versicherungsdienstleisters Allianz im Juli 2012 trägt das Stadion für eine vertragliche Laufzeit von neun Jahren den Namen Allianz Riviera. Mit der Eröffnung im Sommer 2013 steht das Stadion von der Größe an sechster Stelle in Frankreich. Zugleich beherbergt das Stadion auf 5000 qm das Musée National du Sport und ist der Bewahrung des französischen Sports gewidmet. Das Museum hatte seinen ursprünglichen Standort in der französischen Hauptstadt.

In der Nähe des Flusses Var in Saint-Isidore startete im Juli 2011 der Bau des umweltverträglichen Stadions in Nizza. Mitte September 2013 fand das Projekt mit 243,5 Millionen Euro seinen Abschluss. Die Einweihung der vier Tribünen Ray, Ségurane, Garibaldi und Sud wurde mit einem Feuerwerk beim ersten Heimturnier in der Ligue 1 vollzogen. Das Stadion steht nicht nur dem OGC Nice und seinen Heimspielen zur Verfügung. In der Allianz Riviera finden auch Konzerte, Rugby, Motorsportveranstaltungen, Rasen-Tennis und weitere Großereignisse statt. Im Stadion können zwischen 35.000 und 45.000 Zuschauer Platz nehmen. Bei der EM 2016 finden laut Reglement nur 35.000 Zuschauer Einlass. Die Allianz Riviera verwandte beim Bau nachwachsende und natürliche Materialien. Dadurch entstand ein Höchstwert an erneuerbaren Reserven und somit ist das Stadion in Nizza das erste globale Stadion mit einer integrierten Energieeffizienz. Durch die einfallsreiche Bauweise in Kombination mit Holz und Metall entstanden bei der Produktion 3.000 Tonnen weniger Kohlendioxyd als bei der üblichen Fertigung. Die erforderliche Abkühlung im Stadion findet durch ein spektakuläres Belüftungssystem statt, die bereits von den Römern als ideale Luftzirkulation in ihren Arenen dienten.

Allein die Stromerzeugung mit 4.000 Sonnenkollektoren, verteilt auf 7.000 qm sind gigantisch. Damit erzeugt das Stadion die dreifache Energiemenge, die selbst benötigt wird. Das Dach ist ein Bestandteil der Kampagne „Energy Climate Plan“ der Stadt Nizza. Das Stadion wurde so konzipiert, dass eine eigene Betriebsanlage zur Förderung der Erdwärme entstand. Mit vier zusätzlichen Anlagen findet das Stadion in der Kollektion von Regenwasser für die Bewässerung des Rasens seine Vollendung. Auch Behinderte können die Allianz Riviera sorglos aufsuchen. Bei der Errichtung des Stadions wurde behutsam darauf geachtet, allen Zuschauern den Aufenthalt so gemütlich wie möglich zu offerieren und ohne Barrieren den Besuch von Ticketschaltern und Bars zu erlauben. Menschen mit Behinderungen finden außerdem gesonderte Toilettenanlagen. Hörgeschädigte erhalten auf Wunsch im Stadion ein eigenes Hörgerätesystem. Etwa fünf Kilometer nördlich vom fünftgrößten Flughafen Frankreichs ist das Stadion in Nizza zu finden.

Stade Vélodrome (Marseille)

Das Stade Velodrome befindet sich gerade im Umbau, weil das Fassungsvermögen zur Fußball EM 2016 auf 67.000 Zuschauer erhöht werden soll. Allerdings war in der Fußball Saison 2013/2014 nur eine Kapazität von 48.000 Zuschauern erlaubt, obwohl zu diesem Zeitpunkt 60.301 Zuschauer hineingepasst hätten. Mit 67.000 Zuschauern nach Beendigung der Bauphase, wird das Stade Velodrome eines der größten Stadien in Frankreich sein. Noch größer ist nur das Stade de France.

Das Stadion gehört der Stadt Marseille und der Ortsansässigen Verein Olympique Marseille, trägt dort seine Heimspiele in der Französischen Liga aus. Des Weiteren, nutzt die französische Rugbymannschaft das Stadion als Spielstätte und es war einer der Austragsorte bei der WM 1998. Ursprünglich wurde das Stade Velodrome für die Weltmeisterschaft 1938 gebaut. Damals passten 30.000 Zuschauer ins Stadion. Es wurde eine Renovierung für die Weltmeisterschaft 1998 veranlasst und die Stadion Kapazität wurde auf die heutige Größe erweitert. Die Radrennbahn, die für den Namen des Stadions verantwortlich ist, wurde abgerissen und trotzdem wurde der Name beibehalten. Im Dezember 2005 wollte der Bürgermeister, von der Stadt Marseille, eine erneute Erhöhung der Kapazität auf 80.000 Zuschauer durchsetzen, was allerdings starke Kritik innerhalb der Bevölkerung hervorruft, weil die Baukosten viel zu hoch gewesen wären. Auf Grund der Kritik und einer unsicheren Finanzierung, wurden diese Pläne wieder verworfen.

Ein Rekord, wurde bei dem Champions Leuge Spiel Liverpool gegen Olympique Marseille, mit 60.301 Zuschauer im Stade Velodrome aufgestellt. Nun wird das Stadion überdacht und auf 67.000 Zuschauer ausgebaut werden. damit es zur Fußball EM 2016 fertig ist. Baubeginn war bereits im März 2013 und im Sommer dieses Jahres soll es fertiggestellt werden. Zusätzlich soll bis zur Fußball EM noch ein Einkaufszentrum gebaut und eröffnet werden. Im Sommer 2009. stimmte der Stadtrat eindeutig für einen Umbau des Stade Velodrome. obwohl es einige Bedenken gab. die den Umbau betroffen haben. Es wurde ein Vertag zwischen der Stadt Marseille und einer Baufirma mit dem Namen Arena geschlossen. Die Baufirma. sollte einen Teil der Gesamtkosten die sich auf 180 Millionen Euro beliefen bereitstellen. da alleine die verschuldete Stadt Marseille dazu nicht in der Lage gewesen wäre.2010, kam dann aber ein böses Erwachen, denn es stellte sich heraus, das die Gesamtkosten sich auf 264 Millionen Euro belaufen werden. 165 Millionen müssen vom Französischen Staat aufgebracht werden, die restlichen 100 Millionen von dem Bauunternehmen Arena. Gründe für die Kosten Explosion, sind eine Erdbeben sichere Bauweise und das der Umbau während des Spiel Betriebes von Olympique Marseille satt finden musste. Wenn das Stadion fertiggestellt ist, müsste der Verein jährlich eine Miete von 8 Millionen Euro aufbringen, wozu er nicht bereit ist.

Stade de Lyon (Lyon)

Die Stadt Lyon ist ein wichtiger Austragungsort der Europameisterschaft. Lyon ist die Heimat des international bekannten Fußballklubs Olympique Lyon. Dieser trug seine Spiele bisher im Heimatstadion Stade Municipal de Gerland aus. Das Grande Stade de Lyon wird das Stadion Stade Municipal de Gerland nach der Fertigstellung ersetzen. Für die Europameisterschaft soll ein großes neues Statdion mit dem Namen Grande Stade de Lyon gebaut werden. Es wird auch als Stade des Lumières bezeichnet und soll im benachbarten Ort Decines-Charpieu gebaut werden. Der Bezirk Decines-Charpieu ist etwa 10 Kilometer von Innenstadt von Lyon entfernt. Stade des Lumières bedeutet Stadion des Lichts. Es gab zunächst zahlreiche rechtliche Einsprüche gegen den Bau des Stadions. Deshalb kam es zu zeitlichen Verzögerungen. Der Grundstein wurde deshalb erst im November 2013 gelegt.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten aber schon weit fortgeschritten. Das Stadion soll am Anfang des Jahres 2016 fertiggestellt werden. Auf einer Fläche von über 50 Hektar entsteht das Stadion. Es werden auch Hotels, ein Trainingsgelände und Verwaltungsgebäude für den Verein Olympique Lyon gebaut. Auf einer Fläche von 3000 m² sollen die neuen Bürogebäude gebaut werden. In das Satdion sollen 58.000 Zuschauer passen. Das Stadion wird aus 3 Rängen bestehen, die sich übereinander befinden. Die Zuschauer sollen nur 15 Meter von der Spielfläche entfernt sein. Auf dem Dach sollen Photovoltaik-Platten installiert werden. Mit diesen soll Strom für die Versorgung des Stadions produziert werden. Außerdem wird dadurch auch der CO2-Ausstoß reduziert. Der Bau soll ein Musterbeispiel für ein ökologisches und nachhaltiges Stadion werden.

Die Baukosten werden ungefähr 405 Mio Euro betragen. 250 Mio. Euro werden vom Verein in das Stadion investiert werden. Der Rest wird von Privatunternehmen und der Öffentlichkeit für die zusätzlichen Gebäude und die Infrastruktur investiert. Das Stadion soll dem Verein Olympique Lyon finazielle Sicherheit garantieren. Das Stadion wurde vom britischen Architektur-Büro Popolus designt und entworfen. Dieses hat schon zahlreiche Stadien, Arenen und sogar Rennstrecken geplant und entworfen. So wurde z.B. das Stadion für die Olympischen Sommerspiele in London von diesem Architekturbüro geplant. Auch das Grande Stade de Lyon wird mit Sicherheit wieder ein architektonisches Meisterwerk werden und eine gute Atmosphäre bei der Austragung des Turniers garantieren. Die Verteilung und Austragung der EM-Spiele wurde bisher noch nicht endgültig festgelegt. Die deutsche Nationalmannschaft hat aber eher schlechte Erinnerungen an das Stadion in Lyon. Bei der WM 1998 verlor man hier das das Viertelfinale gegen Kroatien mit 3:0 im Stade Municipal de Gerland. Vielleicht läuft es im der neuen Multifunktionsarena Stade des Lumières ja besser.

Stade Pierre Mauroy (Lille)

Im Jahr 2016 steht wieder die Fußball-Europameisterschaft an und natürlich lohnt sich schon jetzt ein Blick auf die neuen Stadien in Frankreich. Auch das Stade Pierre-Mauroy gehört dazu und begeistert vor allem durch seine schicke Architektur und die vielen Möglichkeiten. Man entdeckt das Fußballstadion in Villeneuve-d’Ascq in der bekannten Region Lille. Dies ist natürlich auch die Heimstätte der OSC Lille. Das Stadion wurde nach dem ehemaligen Bürgermeister Pierre Mauroy benannt, der fast drei Jahrzehnte im Amt war.

Geschichte des Stade Pierre-Mauroy

Die Pläne für das neue Stadion reichen weiter zurück, als einige meinen mögen. Schon im Jahre 1990 wurden Pläne bekannt, die ein neues Stadion betreffen sollen. Bis 2005 war es dann einfach ein Ziel, ein neues Stadion zu bauen und das Stade Grimonprez-Jooris zu ersetzen. Leider scheiterten diese Pläne und man suchte sich einen neuen Platz für den Bau. Wenige Monate später hat man dann am Standort Borne de l’espoir im Stadtteil Hôtel de Ville einen neuen Platz gefunden. Zuerst hatte das Projekt noch einen anderen Namen und diesen behilt es auch lange. Erst nach dem Abschluss wurde es umbenannt. Die endgültige Baugenehmigung wurde dann vom Bürgermeister und weiteren wichtigen Personen am 17. Dezember 2009 unterzeichnet und schon konnte der Bau beginnen. Die ersten Baumaßnahmen erfolgten am 26. März 2010 und es wurde fleißig gearbeitet. Der Bau dauerte natürlich noch einige Monate länger an. Offiziell wurde das Stadion 2012 eingeweiht.

Highlights des Stade Pierre-Mauroy

Für rund 282 Millionen Euro wurde das Stadion fertiggestellt. Natürlich lohnt sich ein Blick auf die Besonderheiten des Stadions. Es handelt sich hier nicht einfach um ein simples Fußballstadion, sondern es hat viel zu bieten. Man kann das gesamte Stadion überdachen. Hierbei ist das Stadiondach vollkommen bewegbar. Darüber hinaus verfügt das Stade Pierre-Mauroy über eine weitere Besonderheit. Es ist möglich noch eine kleine Veranstaltungsarena „hervorzuholen. Dafür kann man einfach den nördlichen Teil des Spielfeldes über die Tribüne fahren. Darunter kommt dann eine Plattform zum Vorschein, die heute für allerlei Veranstaltungen genutzt wird. Gerade Konzerte und andere Sportarten sind hier sehr angesagt. Insgesamt finden 29.5000 Besucher in der kleinen Arena Platz. Das gesamte Stadion kann natürlich wesentlich mehr Menschen fassen und zwar 50.186 Personen. Jedoch wird dieser Platz während der Europameisterschaft etwas sinken. Dies hat sicherheitstechnische Gründe und auch ein Mehrbedarf für Presse wird benötigt. Somit können „nur“ 48.000 begeisterte Fans am Fußballspaß teilhaben. Gewiss bietet das Stade Pierre-Mauroy nicht nur einfach ein Spielfeld, sondern es gibt auch einige schicke Randbauten wie Hotels, Restaurants und mehr. Diese haben nochmal 42 Millionen Euro verschlungen. Der endgültige Namen für das Stadion wurde im Juni 2013 vergeben, zwei Wochen nach dem Tode von Pierre Mauroy. Gewiss ist dieses Stadion eine wahre Pracht und wird das Fußballvergnügen in neue Höhen treiben.

Stade Félix Bollaert-Delelis (Lens)

Das Stade Félix Bollaert-Delelis ist ein Stadion, welches 1931 vom Vorsitzenden der Minengesellschaft Félix Bollaert erbaut wurde. Seinen Sitz hat das Stadion in der französischen Stadt Lens. Die Spielfläche beträgt 105 × 68 m und es passen insgesamt 41.233 Zuschauer hinein. Der Verein RC Lens trägt im Stade Félix Bollaert-Delelis seine Heimspiele aus.

Geschichte des Stade Félix Bollaert-Delelis

Im Jahre 1931 legte Félix Bollaert die Pläne für den Bau des Stadions vor, welches im gleichen Jahr erbaut wurde. Eröffnet wurde das Gebäude 1932. Bis 2012 hieß das Stadion nur Stade Félix-Bollaert, jedoch entschied sich die Stadt Lens dem Stadion den Namen des im selben Jahr verstorbenen Bürgermeisters André Delelis zu geben. Das Stadion hatte nicht immer nur knapp 41.000 Plätze, sondern vor der Rugby Weltmeisterschaft 1999 konnte das Gebäude noch 50.000 Menschen fassen, doch durch stärkere Renovierungsarbeiten und um die Sicherheit der Zuschauer weiterhin gewehrleisten zu können, wurde die Anzahl der Plätze reduziert.

Meisterschaften im Laufe der Jahre

Im Jahre 2006/07 hatte der französische Verein Lille OSC sein Champions League Spiel im Stade Félix Bollaert-Delelis absolviert. Im Stadion finden jedoch nicht nur Fußballspiele statt, sondern auch das örtliche Rugby-Team führt dort seine Heimspiele durch. Das Stadion wurde außerdem für mehrere Rugby Meisterschaften verwendet. Folgende Weltmeisterschaften und Europameisterschaften fanden im Stadion statt:

  • Fußball-Europameisterschaft 1984
  • Fußball-Weltmeisterschaft 1998
  • Fußball-Europameisterschaft 2016
  • Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1999
  • Rugby-Union-Weltmeisterschaft 2007

Besonderheiten des Stadions

Im Gegensatz zu anderen Stadien befindet sich beim Stade Félix Bollaert-Delelis die Fankurve an der Seitenlinie und nicht hinter dem Tor. Die Stadt Lens schloss mit den ansässigen Verein RC Lens einen Vertrag ab, durch welchen geregelt wurde, dass der Club selbst in den nächsten 50 Jahren für die Wartungsarbeiten des Stadions aufkommen muss. Die Stadt greift nur dann ein, wenn die Schäden so massiv sind, dass der Verein die Summen nicht mehr tragen könnte.

Kurzfristige Probleme vor der Europameisterschaft 2016

Das Stade Félix Bollaert-Delelis zählt zu den Austragungsorten für die Europameisterschaft im Fußball, doch es gab in den letzten Jahren Probleme wegen den zu teuren Umbaumaßnahmen. Bis Ende August 2012 gab es keine Ergebnisse, um eine sichere Finanzierung finden zu können. Erst kurze Zeit später unterschrieb der aktuelle Bürgermeister von Lens einen Vertrag, wodurch sowohl ein Kredit als auch mehrere Geldgeber gefunden werden konnten. Insgesamt kosten die Arbeiten am Stadion 78 Millionen Euro. Die Renovierungen und Umbauten für das Stade Félix Bollaert-Delelis haben im März 2013 begonnen.

Stade de Bordeaux (Bordeaux)

Das Stade de Bordeaux wird extra für die Fußball EM 2016 in Frankreich gebaut. Das Design wurde von einer Schweizer Firma entworfen, welche auch schon den Entwurf für die Allianz Arena in München gestaltet hatten. Wenn das Stadion planmäßig im Sommer 2015 fertig gebaut ist, wird es 184 Millionen Euro gekostet haben und es werden 43000 Zuschauer hineinpassen. Wie viele Spiele in diesem Stadion bei der EM 2016 tatsächlich stadtfinden werden, ist allerdings noch unklar. Bereits im Oktober 2011, ist die Entscheidung gefallen, dieses Stadion zu bauen. Die ersten Bauarbeiten fanden dann im Sommer 2013 statt.

Nach der Europameisterschaft in Frankreich, wird dort Girondins Bordeaux seine Heimspiele in der Französischen Liga austragen. Das Stadion liegt im Norden von Bordeaux, in der Nähe, fließt der Fluss Garonne. Das Stadion unterscheidet sich mit seiner Leichtigkeit, Struktur und einer eleganten Architektur, von anderen Sportstätten und passt ideal in die schöne Landschaft der Stadt Bordeaux. Es besteht aus einer Kombination von drei Elementen, der Schlüssel, die Spielaufnahme und seine Zuschauer. Sowohl die Sicht auf das Spielfeld, als auch die freundliche Atmosphäre werden außergewöhnlich sein. Das Stadion kann sowohl aus dem Westen, als auch aus dem Osten, über breite Treppen betreten werden. Ein Dach schützt die Zuschauer vor dem Wetter und durch Akustikplatten wird eine hervorragende Klangqualität erzeugt werden. Insgesamt gibt das Stadion ein einheitliches Erscheinungsbild ab. Des Weiteren wird es 20 Speiselokale und Geschäfte geben. Auch an behinderte Menschen wird gedacht, für Sie werden 125 Plätze reserviert. Wie in jedem anderen Station, darf natürlich auch hier der VIP Bereich nicht fehlen. Unter den hochwertigen und flexiblen Empfangsbereichen, können 4400 VIPS beherbergt werden. Es wird in etwa 60 Logen im Tribünenbereich Platz für 1000 Zuschauer geben. Für die Medien, die von den Fußballspielen, die im Stadion stadtfinden berichten werden, sind 200 Tribünenplätze und eine Presse Suite reserviert. Selbst die Mix Zonen entsprechen höchstem Standard.

Ein wichtiger Bestandteil für das Stadion, ist auch der Ortsansässige Fußball Verein Girodins Bordeaux. Der Verein beteiligt sich mit 20 Millionen an den Baukosten des Stadions. Anschließend unterstütz der Verein den Bau, indem er für 30 Jahren eine Stadionmiete in Höhe von 3,85 Millionen Euro bezahlen wird. Auch mit den internationalen Standards kann der Verein mit diesem Stadion mithalten. Zum Schluss werden hier die Zuschauer einige Fanshops des Vereins Girodins Bordeaux vorfinden, wo Sie sich ausführlich und genügend mit Fanarikeln ausstatten können. Üblicher Weise werden neue Stadion meistens mit einem Eröffnungsspiel eröffnet. Wann und ob dieses stattfinden wird, ist noch unklar, genauso wie der Gegner gegen den bei einem möglichen Eröffnungsspiels gespielt werden würde.